Studienaufrag Wohnbebauung Fürfelderstrasse Riehen

Wettbewerb 2013
Auftraggeber: Surinam Stiftung, Basel
Ausgangslage:
Die Fürfelderstrasse ist eine ruhige Quartierstrasse am südlichen Dorfrand von Riehen. Die Bebauungsstruktur ist geprägt von zwei- bis dreistöckigen Zeilenbauten aus den 1940er und 50er Jahren, deren Zwischenräume und Vorgärten meist als Abstandsgrün gestaltet sind und wenig Aufenthaltsqualität bieten. Zwei benachbarte Zeilenbauten sind sanierungsbedürftig und sollen entweder aufgewertet oder ersetzt werden.
 
Idee/Konzept:
Der Bestand wird durch einen knapp hundert Meter langen Solitärbau mit familiengerechten Wohnungen ersetzt. Mural gefasste, gut nutzbare Aussenräume verbinden sich mit dem Baukörper zu einer identitätsstiftenden Grossform in der Tradition der Basler Siedlungen. Die langgezogene, ansonsten wenig belebte Quartierstrasse erhält in Ihrer Mitte eine einprägsame Örtlichkeit.
 
Umsetzung:
Aussenraum und Gebäudeinneres werden als Einheit betrachtet und in einem übergeordneten Raumgefüge zusammengefasst. Eine Struktur aus Gartenmauern mit Rankgerüsten, Pergolen und Veloabstellplätzen schliesst an die Treppenhäuser an und umfasst die privaten Aussenräume. Gleichzeitig schafft sie ein halbprivates Wegnetz, welches die strassenseitigen Vorhöfe über die durchgängigen Treppenhäuser ebenerdig mit dem rückwärtigen Gemeinschaftsgarten verbindet. Das Zentrum jeder Wohnung bildet ein ebenfalls von Ost nach West durchlaufender Wohnbereich, welcher über die rythmisch ausgeweitete Loggiaschicht mit dem Gartenraum in Beziehung steht. In den Obergeschossen sorgen die direkt erschliessbaren Schaltzimmer für Flexibilität.