Ersatzneubau Jugendhaus Allschwil

Partizipationsprozess und Vorprojekt 2020

Bauherr: Gemeinde Allschwil

Der bestehende Holzpavillon auf dem Areal des Freizeithauses am Hegenheimermattweg 76 genügt mit seinen 40 Jahren den Anforderungen der verschiedenen Nutzendengruppen nicht mehr. Die Baustruktur ist marode und energetisch ineffizient.

In einem partizipativen Prozess wird zusammen mit den Mitarbeiteten des Jugendhauses und den Jugendlichen ein Vorprojekt entwickelt, welches den Bedürfnissen aller Benutzenden gerecht wird. Eine Entflechtung der verschiedenen Nutzendengruppen wird angestrebt.

Im Erdgeschoss des Neubaus gibt es einen Party- und Kursraum mit eigenem, strassenseitigen Aussenraum. Im Obergeschoss befindet sich der Jugendtreff mit den Gruppenräumen.

Das Erscheinungsbild des Freizeithauses wird respektvoll weitergebaut. Dabei entsteht ein neues Ganzes.

Gartenseitig wird Alt und Neu mit einem gemeinsamen Vordach auf Stützen und einer durchlaufenden Sockelarchitektur zusammengebunden. Der Sockel läuft um das Gebäude herum und vermittelt mit seiner Auf- und Abbewegung zwischen den unterschiedlichen Geschosslagen.

Der Sockel setzt das Gebäude vom Boden ab und schafft zugleich starke Verbindungen zum Aussenraum aus allen Niveaus heraus: die alte Holzterrasse wird ersetzt durch eine grosse gedeckte Terrasse mit Freitreppe halbgeschossig über dem Park. Die Sitzstufen laden zum Verweilen ein. Es wird der zentrale Kristallisationspunkt für eine breitere Öffentlichkeit mit Blick in die Freizeitanlagen. Eine Treppenverbindung ins Obergeschoss und ein seitlicher Direktzugang erschliessen den Jugendtreff. Der Jugendtreff ist somit unabhängig von den anderen Nutzungsbereichen. Seine grosse gedeckte Aussenterrasse im Obergeschoss sichert den Jugendlichen ihren eigenen Aussenraum im Treffpunkt ohne Erwachsenenwelt bei gleichzeitigem „Sehen und Gesehen werden“ zu.

Die gedeckte Treppen und Terrassenarchitektur zwischen Gebäude und Aussenraum schafft ein austariertes Mass zwischen Entflechtung und Verbindung, zwischen Rückzug und Begegnung.

Das Manko einer hindernisfreien Erschliessung wird durch einen zentral angeordneten Lift behoben, der wechselseitig die drei halbgeschossigen Niveaus rollstuhlgängig verbindet