Stadtreparatur an der Spalenvorstadt 20-28 Basel

Bauherrschaft: privat

Ausgangslage:
Der Hofbereich zwischen den Häuserzeilen Spalenvorstadt und Spalengraben ist geprägt durch eine Vielzahl von Autogaragen, Parkplätzen und zugehörigen Manövrierflächen. Die Situation geht auf weitreichende Altstadtsanierungen Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, als viele Hinterhöfe von der engmaschigen, über die Jahrhunderte verkommenen Baustruktur befreit wurden. Zugunsten der Parkplätze und zur besseren Belichtung der Vorderhäuser verzichtete man bei der hiesigen Neugestaltung weitgehend auf eine Neubebauung oder Bepflanzung des Hofraums. Dessen geringe Aufenthaltsqualität stösst heute auf Unbehagen und veranlasst dazu, die Situation hinsichtlich einer Belebung des Wohnumfeldes zu überdenken.
 
Konzept/Idee:
Niedrige, in Etappen realisierbare Wohnbauten entlang der bestehenden Hofmauern respektieren die gewachsene Stadtstruktur und ermöglichen eine dezente Belebung des Hofraums. Eine Differenzierung des Binnenraums in private und gemeinsame Bereiche organisiert das nachbarschaftliche Leben.
 
Umsetzung:
Ein erster, zeitnah realisierbarer Eingriff konzentriert sich auf den hinteren Teil des Hofes, während der Bereich vor dem Hofzugang seine bisherige Funktion als Parkierfläche noch behält. Der Rückbau einiger Garagenboxen und das Abtragen einer Terrainaufschüttung schaffen Raum für eine gemeinsame Grünfläche in Nähe der Hauseingänge. Als längliche, regelmässige Holzstruktur ist der Neubau rückseitig an die bestehende Brandmauer angebaut und folgt so dem Vorbild traditioneller Hofeinbauten, wie sie manchenorts in der Altstadt zu finden sind.
 
Ein Neubau in der Schutzzone wird zur Stadtreparatur im Hinterhof.