Umbau Alte Universität am Rheinsprung in Basel, Rückbau von Labors und Einbau eikones NFS-Bildkritik

Bauherrschaft: Universität Basel | www.eikones.ch

Ausgangslage:
Von Ihrer Gründung im Jahr 1460 bis 1939 war das Kollegiengebäude am Rheinufer der Hauptsitz der Universität Basel und bestand ursprünglich aus drei Gebäuden. 1859-60 wurden sie durch Aufstockung und eine neue Fassadengliederung (Architekt J.J. Stehlin d.J.) zu einem neuen Ganzen verschmolzen. Als palazzoartige Sockelarchitektur prägt es die Rheinfront am Münsterhügel entscheidend mit. Im Gebäudinnern wurde in den 1960er Jahren Laboreinrichtungen für das Zoologische Institut eingebaut.
Der venezianisch anmutenden Grandezza im Äusseren fehlte die Entsprechung im Inneren.
 
Umbaukonzept:
Mit einem bescheidenen Instandsetzungsbudget galt es nun die oberen zwei Stockwerken von der Laborwelt zu befreien, den räumlichen und technischen Bedürfnissen für die neue Nutzung anzupassen (Büroarbeitsplätze, Seminar- und Medienräume für den nationalen Forschungsschwerpunkt „eikones“, Bildkritik) und den Räumen eine dem Topos entsprechende Atmosphäre zu verleihen.
 
Der alte Haupteingang am Rheinsprung 11 wurde reaktiviert. Durch wenige gezielte Eingriffe öffnet sich nun dem Eintretenden wieder der direkte Blick auf den Rhein quer zum Haus. In Längsrichtung kann nun das ganze Haus durch eine Enfilade von Räumen erfasst und durchschritten werden, sie bildet das räumliche Rückgrat des Hauses.
Die UKV-Erschliessung der Arbeitsplätze konnte unaufdringlich integriert werden.
 
Die Räume sind polyvalent als Seminar-, Bibliotheks- oder Büroarbeitsplatzräume nutzbar. Durch den respektvollen Umgang mit der Substanz, die Einfachheit und Klarheit der Materialien, sowie die Angemessenheit der eingesetzten Mittel, bilden die Räume nun unaufgeregt und selbstverständlich den Rahmen für die neue Nutzung im ersten Universitätsgebäude der Stadt Basel.