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2008
Rheinpromenade Kleinbasel
Ideen- und Projektwettbewerb im selektiven Verfahren: 4. Preis


Ausgangslage: Der Rhein ist das prägendste Element des Basler Stadtraumes. Sein Wasser und die Uferbepflanzung leiten die Natur durch das urbane Zentrum der Stadt. Die im 19. Jahrhundert angelegte Kleinbasler Rheinpromenade gegenüber des Basler Münsterhügels ist als Ensemble am gesamten Rhein einzigartig.

Analyse: Die Kraft dieses zweieinhalb Kilometer langen Sockelbauwerkes ist bestechend. Die Identität und Qualität der Rheinpromenade muss hervorgehoben, gestärkt und erlebbar gemacht werden. Alle weiteren baulichen Massnahmen müssen sich selbstverständlich in das Gesamtbild einfügen. Die Nutzungsanforderungen an diesen kostbaren urbanen Freiraum sind höchst unterschiedlich. Die geforderte Nutzungsvielfalt muss durch ein konsequentes Freihalten des Raumes eingelöst werden.

Idee: Die neugestaltete Promenade wird über die gesamte Länge als zusammenhängende Anlage erlebbar gemacht. Die Linearität des Flusses findet auf der Promenadenebene sein durchgehendes Pendant in Form eines fortlaufenden, ein Meter breiten Natursteinbandes. Dieses präzise gesetzte Natursteinband gliedert die unterschiedlichen Zonen und Nutzungen der Promenade und symbolisiert gleichzeitig den Übergang von Natur und Urbanität. Rheinseitig greift ein Bodenbelag aus feinkörniger Chaussierung das Thema des sandigen und steinigen Kiesbettes des Rheins auf und schafft für die Alleebäume optimale Lebensbedingungen. Stadtseitig trennt das Band die asphaltierten oder gepflasterten Verkehrsflächen ab. Die den Raum verunklärenden Rabatten und Baumscheiben werden ausgeräumt. Die Qualität der Gestaltung und die stadträumliche Dynamik werden dadurch wieder erfahrbar. Panorama, Baumreihen, Geländer und Strassenlaternen werden als indentitätsstiftende Elemente freigespielt und machen die Kleinbasler Rheinpromenade zur einer Chaussée im Herzen der Stadt.

Buvetten bei den Fähren: Die Lage der vier Buvetten wird durch die Ankunftsstellen der vier Fähren bestimmt. Sie befinden sich alle an wunderschönen Aussichtslagen auf das Grossbasler Rheinufer. Wo immer möglich, sollen die saisonal betriebenen Buvetten in bestehenden Gebäuden untergebracht werden. Die vorgeschlagenen Buvettenstandorte sind zudem so gewählt, dass mit den angrenzenden Wohnquartieren wenig Konfliktpotential durch Lärmimmissionen besteht.


mit Andreas Tremp Landschaftsarchitekt BSLA, Zürich
und Stauffenegger + Stutz, Visuelle Gestalter HfG GmbH
Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Hochbau- und Planungsamt


R_I Rüdisühli Ibach Architekten BSA SIA AG, Alban Rüdisühli Architekt BSA SIA, Christoph Ibach Architekt ETH SIA, Heuberg 16, CH-4051 Basel, +41 61 260 20 90, mail@ri-ag.ch, © 2015