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2001-2004
Umnutzung eines Fabrikareals in Künstlerateliers und Wohnungen
Genossenschaft Grenze, Elsässerstrasse 248/250, Basel


Strukturelle Veränderungen in Basels Grenz- und Industriegebieten geben kulturellen Nutzungen und alternativen Wohnformen neue Chancen. Solide Bausubstanz aus dem Ende des 19,Jahrhunderts bildet oft ein erhaltenswertes Bauerbe, das sich auf einfache Weise umnutzen und sanieren lässt.

Der Ort ist geprägt durch das Aufeinanderprallen der unterschiedlichsten Maßstäbe und Nutzungen: Produktions- und Forschungsgebäude der Pharma und Fleischindustrie stehen hier an der Landesgrenze. Silobauten und Hochregallager türmen sich gegen den Himmel. Tramschlaufe, Hafenbahn und der Transitkorridor des Schwerverkehrs bringen den Ort zum Beben. Am Ende der Elsässerstrasse bilden ein paar Wohnhäuser aus der Gründerzeit das letzte Fragment einer Blockrandbebauung vor dem Zoll.

Ein Teil des Gold-Zackareals unmittelbar vor dem Grenzübergang Lyssbüchel nach St. Louis wurde durch eine Gruppe von KünstlerInnen ab dem Jahr 2000 zwischengenutzt. Ende 2001 konnte das gesamte Areal durch die Stiftung Edith Maryon erworben werden und im Baurecht an die neu gegründete Genossenschaft Grenze abgegeben werden.

Die unterschiedlichen Gebäudetypen werden im Jahr 2004 mit einem bescheidenen, aber mietverträglichen Budget nachhaltig saniert und umgenutzt. Es gilt dabei auch über 30 Jahre Unterhaltsarbeiten nachzuholen: Sämtliche Fassaden und Dächer werden umfassend saniert. Das viergeschossige Wohngebäude aus dem Jahr 1901 wird von Büronutzung in kostengünstigen Wohnraum rückgeführt. Die eingeschossigen Hinterhofgebäude weisen heute Künstlerateliers und Musikübungsräume auf. Das grosse Fabrikationsgebäude aus dem neunzehnten Jahrhundert wurde in einer soliden Baumeisterarchitektur errichtet. Hier werden im Eigenbau auf allen drei Geschossen Ateliers eingebaut. Am Grenzweglein wird eine grosszügige Gemeinschaftsterrasse über dem bestehenden Schopf errichtet.
Der «Grenze» wird ein neues Gesicht verliehen: Mit warmen Grautönen, aus natürlichen Pigmenten gemischt, wird die Stimmung des von Industriebauten geprägten Ortes aufgenommen. Das Licht des Himmels und der Umgebung wird je nach Wetter und Tageszeit unterschiedlich wiedergegeben. Die heutige Erscheinung verleiht dem Ort einen würdigen Rahmen, für eine bunte Kulturwelt in der «Grenze». Es arbeiten und wohnen hier über 50 KünstlerInnen.


Bauherrschaft: Genossenschaft Grenze, Stiftung Edith Marion, www.maryon.ch


R_I Rüdisühli Ibach Architekten BSA SIA AG, Alban Rüdisühli Architekt BSA SIA, Christoph Ibach Architekt ETH SIA, Heuberg 16, CH-4051 Basel, +41 61 260 20 90, mail@ri-ag.ch, © 2015