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2013
Studienaufrag Hofbebauung, Genossenschaftliches Wohnen Riehenring 3, 4057 Basel

Stadtraum und Bebauungskonzept
Der Hofraum ist geprägt durch die Rückseiten von viergeschossigen Blockrandbebauungen und durch die markante, fünfgeschossige Gebäudekurve von Bercher und Tamm am Riehenring. Der vorgeschlagene Neubau besteht aus drei ähnlich geformten, mehreckigen Einzelhäusern die zu einem Gebäudekörper zusammengefügt sind. Dieser besetzt den Hofraum in einer Art und Weise, dass differenzierte Aussenräume zwischen Randbebauung und Neubau entstehen. Das Versetzten und leichte Abdrehen der drei Hausblöcke führt zu kurzen, gegeneinander abgeknickten Fassadenstücken. Wo sich die Gebäudefluchten in rhythmischen Bewegungen aus der Parallelität zum Blockrand lösen, entstehen sequentielle Raumausweitungen und erlauben so dem Grün- und Freiraum eine umlaufende Kontinuität. Wie in Basler Blockrandbebauungen häufig anzutreffen, kann man das Grundstück entlang der Hofgärten auf einem halbprivaten «Katzenweglein» umwandern.

Wohnhäuser und Wohnungstypologie
Die drei aneinander geschobenen Wohnhäuser werden je über ein grosszügiges Treppenhaus erschlossen. An jedem Treppenhaus liegen pro Geschoss drei bis maximal vier Wohnungen. Sämtliche Wohnungen entwickeln sich aus einem zentralen Wohn-Ess-Kochbereich heraus und sind mindestens zweiseitig orientiert. Während der Überecktyp die Räume jeweils zwei- oder dreiseitig auffächert, profitiert der Durchwohntyp von der Morgen- wie auch von der Abendsonne.
Die Individualzimmer werden in der Regel direkt aus dem zentralen Wohnraum erschlossen. Hierdurch wird die Verkehrsfläche minimiert und eine grosszügige Grundrissbildung erreicht. Der Wohnungsschlüssel kann mit Hilfe eines Schaltzimmers und leichten Grundrissmodifikationen beliebig den Bedürfnissen der Genossenschaft angepasst werden.

Begegnungszonen und gemeinschaftliche Räume
Im abgesenkten Eingangshof begegnen sich Bewohnerinnen und Bewohner beim Betreten des Hauses zu einem Schwatz. Die anderthalbgeschossigen Eingangshallen bilden einen grosszügigen Auftakt zu den Treppenhäusern.
Im belichteten Teil des Kellergeschosses können am Eingangshof gelegene Atelierräume vermietet werden. Auf dem Dachgeschoss befinden sich bei den Treppenhäusern, drei attraktive Hauswirtschaftsräume. Der begehbare Teil des Flachdachs eignet sich als Wäschehängeplatz und auch für die hausinterne Grillparty.

Dialog in der Morphologie
Die Integration der neuen Gebäude im Hofraum vollzieht sich über die Masstäblichkeit und die Materialisierung. Die einzelnen Fassadenabschnitte entsprechen in ihren Dimensionen den umliegenden Häusern. Ein ruhiges Geflecht aus horizontalen und vertikal strukturierten Putzflächen verbindet die Fassadenabschnitte zu einem zurückhaltenden Ganzen. Die Baumeisterarchitektur aus der Gründerzeit an der Turnerstrasse und die neuen Gebäude im Hof bilden ein Kontinuum in der architektonischen Kultur des Alltäglichen.


Auftraggeber: Wohnstadt Bau- und Verwaltungsgenossenschaft, Basel


R_I Rüdisühli Ibach Architekten BSA SIA AG, Alban Rüdisühli Architekt BSA SIA, Christoph Ibach Architekt ETH SIA, Heuberg 16, CH-4051 Basel, +41 61 260 20 90, mail@ri-ag.ch, © 2015