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2011-13
Umbau Altstadthaus «Haus zum Erker» Spalenvorstadt 6, 4051 Basel

Geschichte
Das gotische «Huß mitt dem Erckel» wird 1559 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zum ehemaligen Kloster Gnadental. Um 1710 wird das zweiachsige Haus in den Obergeschossen um eine Achse erweitert, indem das Gässlein zum Hof des Klosters überbaut wird. Das Gebäude schliesst nun direkt an die Westgiebelwand der Klosterkirche an (Spitzbogen und gotische Fensterordnung sind auf der Darstellung von Hieronimus Hess von 1831 klar zu erkennen). Durch den späteren Abbruch der Klosterkirche wird deren ehemalige Innenseite zur neuen Aussenwand des Gebäudes (fensterlose Giebel-Brandwand).
1872 wird die gotische Strassenfassade komplett überformt im neugotischen Tudorstil.
Dabei wird der Erker aufgestockt und verstärkt mit einem Fuss, sowie Sockel, Fenster- und Türgewände in rotem Sandstein neu gegliedert. Über dem Erker wird eine Dachgaube eingebaut.
Mitte des 20 Jahrhunderts werden der Dachaufbau und die Terasse über dem Erker zurückgebaut und der Durchgang zum Hof geschlossen.

Sanierung und Umbau 2012
Mit gezielten Eingriffen wird der Grundriss aufgewertet: Der ehemalige Durchgang in den Hof wird wieder ablesbar gemacht, und hierdurch Licht in die dunkle Mitte des Gebäudes gebracht. Diese Mitte wird damit von einer reinen Verkehrsfläche zum zentralen Wohnraum aufgewertet. An der Giebelwand werden neue schartenförmige Fensteröffnungen ausgebrochen. Die alten Gewände des ehemaligen Kirchenfensters an der alten Westfront werden im Innern freigelegt und erlebbar gemacht. Die ehemalige Aussenfassade der Kirche wird hier zur Innenfassade. Die Küche wird in den ehemaligen Durchgang gelegt; dieser endet neu auf einem hofseitig angebauten Loggiaturm. Dieser erweist den zahlreichen angebauten Holzlauben auf der Hofseite der Spalenvorstadt seine Referenz. Diese privaten Aussenräume bilden eine elementare Aufwertung für das Wohnen in der Altstadt. Im Dach werden die Mansardenzimmer zu einer grosszügigen Zweizimmerwohnung ausgebaut. Die Lukarne und das Balkönchen über dem Erker werden rekonstruiert und setzen dem Erker wieder sein Krönchen auf. Somit haben sämtliche Wohnungen neu einen privaten Aussenraum erhalten. Obwohl das mittelalterliche Gebäude im klassizistischen Gewand in der Basler Altstadt einzigartig ist, erscheint es doch sehr selbstverständlich im Strassenraum der Spalenvorstadt.


Bauherrschaft: Finanzdepartement Kanton Basel-Stadt, Immobilien Basel Stadt
vertreten durch: Bau- und Verkehrsdepartement Kanton Basel-Stadt, Abteilung Hochbau


R_I Rüdisühli Ibach Architekten BSA SIA AG, Alban Rüdisühli Architekt BSA SIA, Christoph Ibach Architekt ETH SIA, Heuberg 16, CH-4051 Basel, +41 61 260 20 90, mail@ri-ag.ch, © 2015